Implantologie · Begleitend

Knochenaufbau / Augmentation

Erforderliche Aufbaumaßnahmen am Kieferknochen können mit verschiedensten Techniken durchgeführt werden.

Zu wenig Knochen ist kein Ausschlusskriterium

Wo ein Zahn fehlt, zieht sich der Knochen mit der Zeit zurück. Für ein Implantat braucht es aber eine tragfähige Basis. Der Aufbau schafft sie — abhängig davon, wie viel und an welcher Stelle Substanz fehlt, mit unterschiedlichen Verfahren.

Der Umfang wird vorher an der 3D-Aufnahme bestimmt. Häufig ist weniger nötig, als es zunächst aussieht: Wir bauen dort auf, wo das Implantat tatsächlich stehen soll, und nicht großflächig auf Vorrat.

Wann ein Aufbau sinnvoll ist

  • Zu schmaler oder zu niedriger Kieferkamm
  • Kieferhöhle, die zu weit nach unten reicht
  • Knochenverlust nach Zahnentfernung oder Entzündung

Die Verfahren im Einzelnen

Augmentation zeitgleich mit der Implantation

Fehlt nur wenig Substanz, wird der Defekt im selben Eingriff aufgefüllt. Ein zweiter Termin und eine zusätzliche Heilungsphase entfallen.

Sinuslift

Im seitlichen Oberkiefer reicht die Höhe oft nicht bis zur Kieferhöhle. Der Boden der Kieferhöhle wird angehoben und der gewonnene Raum aufgefüllt — ein Routineeingriff mit gut vorhersagbarem Ergebnis.

Blockaugmentation

Bei größeren Defekten wird ein Knochenblock eingesetzt und fixiert. Nach der Einheilung folgt die Implantation in einem zweiten Schritt.

Gesteuerte Knochenregeneration

Eine Membran hält den Raum für den neu wachsenden Knochen frei und verhindert, dass Weichgewebe hineinwächst.

Heilung und Zeitrahmen

Kleinere Aufbauten heilen gemeinsam mit dem Implantat ein. Größere brauchen eine eigene Phase von in der Regel drei bis sechs Monaten, bevor implantiert wird. Diesen Zeitplan erhalten Sie vor dem ersten Eingriff schriftlich — mitsamt Alternativen und Kosten.

Nach dem Eingriff sind Schwellung und ein Spannungsgefühl normal, meist über wenige Tage. Wichtig sind in dieser Zeit Kühlung, weiche Kost und der Verzicht auf Nikotin — Rauchen ist der mit Abstand größte Risikofaktor für einen misslungenen Aufbau.

Nicht jeder fehlende Knochen muss aufgebaut werden. Bei starker Atrophie im Oberkiefer können Zygoma- oder IPS®-Implantate den Aufbau ersetzen. Welche Variante zu Ihnen passt, klären wir anhand der 3D-Aufnahme.

Häufige Fragen

Je nach Situation aus eigenem Knochen, aus zertifiziertem Ersatzmaterial oder aus einer Kombination beider. Was für Sie infrage kommt, besprechen wir vor dem Eingriff.

Nein. Auch größere Aufbauten führen wir ambulant durch, auf Wunsch in Sedierung oder Vollnarkose.

Noch Fragen? Lassen Sie sich beraten.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin — telefonisch unter 05231 962600 oder direkt online.