Implantologie · Implantatart
Zygoma-Implantate
Diese besonderen Implantate werden im Jochbein verankert und kommen zum Einsatz bei stark atrophierten (zurückgebildeten) Kieferknochen, wenn konventionelle Implantate nicht unterzubringen sind.
Wenn der Oberkiefer keinen Halt mehr gibt
Nach jahrelanger Zahnlosigkeit bildet sich der Oberkieferknochen zurück. Irgendwann ist zu wenig Substanz vorhanden, um ein konventionelles Implantat sicher zu verankern — selbst umfangreiche Aufbauten stoßen dann an ihre Grenzen.
Das Zygoma-Implantat umgeht dieses Problem: Es ist deutlich länger als ein Standard-Implantat und findet seinen Halt nicht im Kiefer, sondern im stabilen Jochbein. Damit wird eine feste Versorgung möglich, ohne dass zuvor großflächig Knochen aufgebaut werden muss.
Was den Eingriff auszeichnet
Der entscheidende Vorteil liegt in der Zeit: Ein mehrstufiger Knochenaufbau im Oberkiefer zieht sich mit Einheilphasen schnell über ein Jahr hin. Die Zygoma-Versorgung nutzt vorhandene, stabile Knochenstruktur — und verkürzt den Weg zur festen Versorgung damit erheblich. In vielen Fällen kann der Zahnersatz bereits kurz nach dem Eingriff befestigt werden.
Voraussetzung ist eine sehr genaue Planung. Das Jochbein liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kieferhöhle und zur Augenhöhle; Länge, Winkel und Austrittspunkt jedes Implantats werden deshalb vorab am 3D-Datensatz festgelegt und im Eingriff exakt umgesetzt.
Ablauf
- Befund, 3D-Aufnahme und Abklärung, ob konventionelle Implantate wirklich ausscheiden
- Digitale Planung von Position, Länge und Winkel jedes Implantats
- Anästhesiologische Voruntersuchung
- Ambulanter Eingriff in Vollnarkose, überwachte Aufwachphase
- Zahnersatz — je nach Situation zeitnah oder nach kurzer Einheilphase
- Engmaschige Kontrolle im ersten Jahr, danach festes Recall
Alternative geprüft?
Zygoma kommt erst, wenn Knochenaufbau keine sinnvolle Option mehr ist — nicht als erster Weg.
Abgrenzung zu IPS®
Zygoma nutzt das Jochbein. IPS® wird individuell für Ihr Knochenlager gefertigt — auch im Unterkiefer.
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