Hautchirurgie · Schwerpunkt

Chirurgische Behandlung von Gefäßmalformationen

Gefäßmalformationen und Hämangiome im Kopf-Hals-Bereich sind meist gutartig, können aber wachsen, bluten oder die Funktion stören. Ob und wann operiert wird, entscheidet der Verlauf — nicht die Diagnose allein.

Nicht jede Läsion muss raus

Viele Hämangiome bilden sich in den ersten Lebensjahren zurück. Eine Gefäßmalformation bleibt. Operiert wird, wenn sie blutet, die Funktion stört oder im Gesicht so liegt, dass Abwarten den Schaden vergrößert.

Vor jedem Eingriff steht eine sorgfältige Bildgebung: Ausdehnung und Zuflüsse müssen bekannt sein. Bei Kindern stimmen wir das Vorgehen mit der Kinderärztin ab und wählen den Zeitpunkt so, dass Entwicklung und Wachstum berücksichtigt sind.

Wann eine Operation sinnvoll ist

  • Wiederholte Blutungen oder Verletzungen der Läsion
  • Behinderung von Sehen, Atmen, Essen oder Sprechen
  • Kein Rückgang eines Hämangioms nach der üblichen Rückbildungsphase
  • Deutliche ästhetische Beeinträchtigung im sichtbaren Bereich

Bei Kindern gehören Ruhe, Zeitpuffer und, wenn nötig, Narkose dazu. Mehr dazu unter Kinderchirurgie.

Ob und wann operiert wird, entscheidet der Verlauf — nicht die Diagnose allein. Manche Läsionen beobachten wir. Andere holen wir, bevor sie größer werden.

Häufige Fragen

In der Regel nein. Gefäßmalformationen und Hämangiome sind gutartig. Trotzdem können sie wachsen, bluten oder die Funktion stören — deshalb die Abklärung, nicht die Diagnose vom Sehen.

Nicht automatisch. Viele Hämangiome bilden sich zurück. Operiert wird, wenn der Verlauf das verlangt: Blutung, Funktionsstörung, kein Rückgang. Den Zeitpunkt stimmen wir mit der Kinderärztin ab.

Bei flachen, oberflächlichen Befunden manchmal. Sitzt die Läsion tiefer oder hat sie kräftige Zuflüsse, bleibt die Operation der sichere Weg. Das zeigt die Bildgebung.

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