Rekonstruktive Chirurgie · Verfahren
GBR, Membranen und Titan-Mesh
Knochen wächst langsamer als Weichgewebe. Die gesteuerte Knochenregeneration (GBR) hält den Raum für ihn frei, bis er ihn ausgefüllt hat.
Raum halten, bis Knochen nachkommt
Ohne Schutz wächst Schleimhaut in den Defekt, bevor Knochen ihn füllen kann. Eine Membran oder ein Mesh hält diesen Raum frei. Was darunter liegt — eigener Span, Ersatzmaterial, StickyBone — entscheidet der Defekt.
Ob resorbierbare Membran oder Mesh eingesetzt wird, hängt von der Defektform ab: Für breite, flache Defekte reicht meist die Membran. Fehlt Höhe und Breite zugleich, gibt das Mesh die nötige Formstabilität.
Die Bausteine
- Membranen — resorbierbar oder verstärkt, sie trennen Knochen- von Weichgewebe
- Titan-Mesh — ein individuell angepasstes Gitter für formstabile Aufbauten in drei Dimensionen
- StickyBone — Knochenersatzmaterial, mit Eigenblutkonzentrat zu einer formbaren Masse verbunden
- Eigenblutkonzentrate — beschleunigen die Weichgewebsheilung und senken das Risiko einer Freilegung
StickyBone hat einen praktischen Vorteil: Das Material bleibt dort, wo es hingehört. Es lässt sich modellieren, spült sich nicht weg und macht den Aufbau planbarer.
Das Mesh wird nach der Einheilung in einem kurzen zweiten Eingriff entfernt — oft in derselben Sitzung, in der das Implantat gesetzt wird.
Häufige Fragen
Muss das Titan-Mesh wieder raus?
Was ist StickyBone?
Reicht GBR statt eines Blocks?
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